Wühlhaufen - Zeitungsschnipsel
Main-Post 02.08 04
VON IHREM EIGENEN RADIO ist eine 71-jährige Frau in Mühlheim/Ruhr in der Nacht zum Sonntag so genervt gewesen, dass sie die Polizei alarmierte. Die völlig aufgelöste Dame habe angegeben, dass sie wegen lauten Gedudels in der Nachbarschaft nicht habe schlafen können, berichtete die Polizei. Als die Beamten die Lärmquelle in einem Garten entdeckten, wurde die Seniorin blass: Der Garten gehörte ihr. Sie hatte dort bis in die Nacht mit Gästen gefeiert und vergessen, das Radio auszuschalten.
Main-Post 02.08 04

DER FUßGÄNGER VERSCHWAND WORTLOS UNTER DEM WAGEN

Bußgeldstelle veröffentlicht im Internet witzige Ausreden von Verkehrssündern

KASSEL (AP) Unfälle, Verkehrsverstöße und drohende Bußgelder sind eigentlichfür Autofahrer wenig erfreulich. Doch bei Ausreden und Schilderungen von Verkehrsunfällen müssen Mitarbeiter von Bußgeldstellen manchmal auch kräftig lachen.

"Ein Fußgänger kam plötzlich vom Bürgersteig ab und verschwand wortlos unter meinem Wagen" - derartige Stilblüten kann man auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Kassel nachlesen. Dort hat die Bußgeldstelle die witzigsten Beschreibungen von Verkehrsunfällen veröffentlicht. Bei einem anderen Verkehrssünder hatte ein Fußgänger "keine Ahnung, in welche Richtung er gehen sollte, also überfuhr ich ihn". Und auch scheinbar fest verankerte Gegenstände bergen für Autofahrer Gefahren: "In hohem Tempo näherte sich mir die Telegraphenstange. Ich schlug einen Zickzackkurs ein, aber dennoch traf mich die Telegraphenstange am Kühler."

Humoristische Highlights finden sich auch in längeren Beschreibungen des Unfallherganges. So schreibt ein Unfallbeteiligter: "In einer Linkskurve geriet ich ins Schleudern, wobei mein Wagen einen Obststand streifte und ich behindert durch die wild dircheinander purzelnden Bananen, Orangen und Kürbisse nach dem Umfahren eines Briefkastens auf die andere Straßenseite geriet, dort gegen einen Baum prallte und schließlich zusammen mit zwei parkenden PKW den Hang hinunter rutschte. Danach verlor ich bedauerlicherweise die Herrschaft über mein Auto."

Probleme hat so mancher auch mit Fremdwörtern. Wenn für einen das vorausfahrende Fahrzeug "korrupt" abbremst, ein anderer wiederum beklagt, er sei "mit meinen Nerven am Ende und habe mit einer schweren Kastritis zu tun", dann müssen sich die Sachbearbeiter schon mal Wörter wie "abrupt" und "Gastritis" hinzudenken.

Die Schilderungen mancher Unfallbeteiligter erwecken zudem den Anschein, als seien Polizisten bei der Aufnahme von Verkehrsunfällen fast frivolen Situationen ausgesetzt: "Die Polizisten, die den Unfall aufnahmen, bekamen von der Braut alles gezeigt, was sie sehen wollten."

http://www.rp-kassel.de/themen/verkehr/verkehrsregeln/regeln.htm

(...gefunden von Ulla Erbel)

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